EVIDENT Zahnarztsoftware, Abrechnungsprogramm für Zahnärzte, Praxismanagementsoftware EVIDENT - Software für 18 ... 48

EVIDENT - Software für 18 ... 48

Jubiläum

40 Jahre EVIDENT: 
"innovativ, souverän und zuverlässig"

Am 27. März 1975 gründen drei ehemalige Mitarbeiter aus der IT-Schmiede Nixdorf in Karlsruhe die DIALOG GmbH, einer der beiden späteren Fusionspartner zur EVIDENT GmbH. Zweck des Unternehmens: Vertrieb einer Steuerberatungslösung, die ebenfalls von einem ehemaligen Nixdorf-Entwickler stammte.

Unterlagen Dialog
Unterlagen der DIALOG GmbH

Sehr schnell ist jedoch klar, dass es ein eigenes Produkt sein sollte. Mehr durch Zufall kam 1978 die Idee auf, eine Zahnarztsoftware zu entwickeln. Das Gründungsmitglied Dr. Pawel Lurje – bis heute einer der Gesellschafter – beginnt zusammen mit einem Zahnarzt mit der Entwicklung auf Basis der damals gängigen „Mittleren Datentechnik“.

Dr. Lurje
Dr. Pawel Lurje (in der "Gründerzeit")

Firmensitz wird Mainz-Gustavsburg und die Hardware stammt von „Texas Instruments“: Prozessor 4 MHz, Arbeitsspeicher 128 bis max. 512 KB, Festplatte 2 mal 5 MB, zum Preis von 130.000 DM für eine 4-Platz-Anlage. Es dauert nicht lange, bis visionäre und mutige IT-Pioniere unter den Zahnärzten die ersten Mehrplatzinstallationen ordern. 1982 ziehen wir nach Bingen in die Räume eines damaligen Pionierkunden.

Der Verkaufsprozess ist anfangs mühsam, das Geschäft riskant. Die Texaner brauchen für die Lieferung rund sechs Monate und deshalb bestellen wir auf Vorrat. So kommt es vor, dass wir Geräte im Wert von einer halbe Million DM auf Lager haben, ohne zu wissen, ob sie den Wünschen potenzieller Käufer entsprechen.

Wir beauftragen eine EDV-Spedition, um die Rechner in Kühlschrankgröße zu Ausstellungen oder Messen zu transportieren und sind froh, wenn sich die Transportschäden in Grenzen halten. Trotzdem kommt es vor, dass ein Rechner beim Transport umkippt und wir eine ganze Ausstellung rein verbal über die Bühne bringen müssen.

Für Demonstrationen in Praxen nutzen wir erst einen Wohnwagen, später ein Wohnmobil. Das parkt möglichst vor der Praxis und der Strom des interessierten Zahnarztes macht via Kabeltrommel die Vorführung in der kuscheligen Sitzecke des Gefährts erst möglich, während der Rechner die Duschkabine aufheizt.

1982 ist es wieder ein Zufall, dass wir den ersten Mund-, Kiefer- Gesichtschirurg als Kunde gewinnen. Sukzessive nehmen wir die fachspezifischen Wünsche ins Programm auf und öffnen uns damit für dieses später so erfolgreiche Segment. Mit Dr. Rainer Nitsche kommt ein Kieferorthopäde als Kunde und Entwicklungspartner für eine KFO-Version hinzu. Noch heute ist er einer von fünf Gesellschaftern der Firma.

1985 Gerteausstellung

Rechner 1985

Ende der 80er Jahre spitzt sich die Situation für DIALOG zu. Die ersten Lösungen auf PC-Technik erobern den Markt; der „Zahnarztrechner“ beginnt den Markt zu dominieren. Wie viele unserer Mitbewerber können wir uns noch nicht vorstellen, dass der PC die Hardware der Zukunft wird, und scheuen den Aufwand für eine DOS-Entwicklung.

Wir umgehen das Problem zunächst mit einer Betriebssystemplatine, die Hardware und Betriebssystem in die PC-Rechner portierbar macht und haben damit für viele Jahre eine geniale und einfache Lösung, um das Betriebssystem DOS zu umgehen. Sie ähnelt dem heutigen Terminalbetrieb – allerdings mit einem PC als „Server“ mit gerade einmal 8 Mhz, bis zu 1 MB Arbeitsspeicher und Plattenkapazitäten von maximal 70 MB. Doch betreibbar mit bis zu 19 Arbeitsplätzen!

Versionsupdates sind auch schon in den 80er Jahren nötig. 200 Kunden erhalten sie auf Disketten, Festplatten oder Magnetbändern. Das bedeutet knochenharte und aufwändige Handarbeit.

Versand Updates

Versand der Updates

Und die Kunden helfen mit: Drei Praxen teilen sich einen Wartungssatz und reichen das Update nach dem Installieren an den nächsten in der Reihe weiter. Der letzte schickt den Datenträger wieder an uns zurück. Unausweichliches Alltagsgeschäft ist damit die Recherche, wo denn nun die Version geblieben ist.

Für die wachsende Zahl an MKG-Kunden integrieren wir die ärztliche Abrechnung und eine recht intelligente selbstentwickelte Textverarbeitung zur Arztbriefschreibung. Die Synergie von zahnärztlichen und ärztlichen Funktionen in einem Programm führt zu den unschlagbaren Vorteilen einer „gemeinsamen“ Karteikarte. Ein Alleinstellungsmerkmal, das uns während einer Anbieter-Challenge des MKG-Berufsverbandes 1990 den endgültigen Durchbruch verschafft. Heute sind die 800 Kieferchirurgen ein Drittel unserer Anwenderschaft, bedeuten aber 75 Prozent Marktanteil in dieser Facharztgruppe.

Mitte der 90er Jahre setzen sich die ersten grafischen Betriebssysteme auch für Branchenlösungen durch. Höchste Zeit, die Software auf eine neue Basis zu stellen. Wir entscheiden uns für Windows und beginnen 1995 mit der Neuentwicklung – eine enorme Herausforderung. Wir tun uns mit dem Martinsrieder Anbieter ACTIO zusammen, um schneller entwickeln zu können und zugleich die Kundenbasis zu vergrößern. DIALOG hat damals 600, ACTIO 300 Kunden. Die Gemeinschaftsentwicklung erweist sich schnell als tragfähig und so fusionieren wir zum 1.1.2000 als EVIDENT GmbH.

Heute sind wir mit ca. 2.100 Anwendern der fünftgrößte Anbieter. In einem stagnierenden Markt bleibt EVIDENT bei einer innovativen und expansiven Philosophie und gilt als angesehener Player im Markt der Dental-Softwareanbieter, der durch Solidität und Seriosität besticht.

 
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