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EVIDENT - Software für 18 ... 48
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Programme, die auf Zuruf hören

Immer wieder fragen uns Anwender nach der Anbindung von Spracherkennungs- bzw. Sprachsteuerungssystemen für die verbale Eingabe von Daten. Wir sind dem Thema ein weiteres Mal auf den Grund gegangen, denn, folgt man der Werbung, haben sich diese Systeme deutlich weiterentwickelt.

Die besseren Programme weisen im Schnitt eine Genauigkeit von etwa 95 Prozent auf. Allerdings muss die Software mit einigem Aufwand zunächst auf die Aussprache des jeweiligen Nutzers kalibriert werden. Das bedeutet Einlesen eines längeren Textes und Korrektur falsch erkannter Wörter. Anfangs muss man öfters neue Vokabeln per Hand nachbessern und das Programm die Wörter lernen lassen.

Es können, zumindest beim Marktführer Nuance, mehrere Benutzer angelegt werden. Am System lässt sich schnell ein anderer Autor einstellen, sofern das Programm auch auf ihn kalibriert ist. Wir haben uns zusammen mit Dr. Dr. Volker Zieglowski aus Mayen die Software Dragon NaturallySpeaking 11, Premium-Version, genauer angeschaut und ihre Funktion mit EVIDENT und Word getestet. Der EVIDENT-Anwender ist Landesvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für MKG-Chirurgie Rheinland-Pfalz und hat im Sinne seines Landesverbandes nach der Integration eines Sprachsystems in die Praxissoftware bei uns angeklopft.

Für zahnbezogene Befunde etwa in der Form von 16,e,17,c enthält Dragon NaturallySpeaking mittlerweile einen Buchstabiermodus. Über den Sprachbefehl Buchstabiermodus starten versetzt man die Software in die Lage, Buchstaben und Ziffern einzeln zu erkennen. Was ohne diesen Modus noch im Chaos endete, funktionierte damit. Völlig leicht und quasi fehlerfrei ließen sich einfache Texte einsprechen. Ein Problem könnte jedoch das Fachvokabular sein. Denn sollen auch (zahn)medizinische Fachausdrücke auf Anhieb erkannt werden, so lässt sich das der Hersteller in Form eines Zusatzmoduls teuer bezahlen. Auch verbal im Programmmenü zu navigieren kostet extra.

Andererseits lässt sich Dragon per Handeingabe gezielt an kompliziertere Wörter gewöhnen. Für einen genaueren Eindruck, was es bei „zahnheilkundlichen“ Diktaten verstehen bzw. lernen kann oder ob es doch die teure Facherweiterung braucht, braucht es einen Praxistest. Volker Zieglowski will diesen Test ab Mai 2011 durchführen. Ihm kommt es vor allem darauf an, Befundtexte direkt in die Karteikarte oder in Word zu diktieren.

Nach Aussage der Dragon-Hotline ist es übrigens erlaubt, eine Version auf fünf verschiedenen PCs zu installieren. Man trainiert die Software an einem PC, exportiert das Sprachprofil via USBStick in die anderen installierten Versionen und hat somit den gleichen Sprachstand. Wir halten Sie über neue Erkenntnisse auf dem Laufenden.

Bitte beachten Sie: Wir verkaufen keine Spracherkennungsprogramme und leisten hierfür auch keinen Support. Wenden Sie sich dazu bitte an den jeweiligen Hersteller, z. B. Nuance.

Kunden-News 05/2010 Nuance Software Dragon NaturallySpeaking 11, Premium-Version

 
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